"Das Uni Leben in zwei fremden Städten, in einem fremden Land und das alles neun und zwölf Stunden von zu Hause entfernt"

Mittwoch, 8. April 2009

Logbucheintrag EINS, am 08.04.2009 ...

Wir verlassen unseren (Mikro)-Kosmos Hamburg und bewegen uns grade mit ca. 0.75 Mach Richtung unseres neuen zeitig begrenzten Universums San Diego zu.


Jetzt in diesem Moment befinden wir uns über Grönland. Euch haben wir es überhaupt erst zu verdanken, dass wir jetzt noch mal rausgeschaut haben und tatsächlich nach vier Stunden Wolken eine wundervolle Eislandschaft bestaunen können.


Allgemein ist unser Flug bisher wirklich hervorragend. Beim Check-In mussten wir keine 50,00 Dollar pro Gepäckstück dazu bezahlen, obwohl jeder unserer vier Koffer unter mehr oder weniger schwerem Übergewicht leidet. Wir hoffen, dass es auf dem Rückflug im Winter in jeglicher Hinsicht nicht wieder dazu kommt:).

Im Flugzeug selber haben wir genügend Platz, d.h. 3 Sitzplätze. Wir sind zeitig aus Hamburg losgekommen und im Steigflug konnten wir aufgrund der Abflugrichtung noch einmal die ganze Schönheit unserer Stadt begutachten. Was kann es schöneres geben als zum Abschied noch einmal den Hafen und alle anderen schönen Orte dieser Traumstadt zu sehen?! Ab heute ist Continental Airlines auch unsere neue lieblings Fluggesellschaft. Wir haben unseren eigenen Fernseher mit 19 aktuellen Filmen und über 50 Audioalben für jeden Musikgeschmack. Das Beste ist (und jetzt kommt´s:) wir haben hier Steckdosen!!! Man könnte also neun Stunden am Stück am Laptop sitzen, ohne dass sich die Batterie entlädt:):):). Für Abwechslung ist also gesorgt. Nachher beim Inlandsflug haben wir sogar freiempfangbares Internet. Deutsche Fluggesellschaften haben nichts davon im Angebot (zumindest nicht bei uns Holzklässlern), dennoch sind sie genauso teuer wie die Amis oder auch die Araber. Also wenn es geht, fliegt jetzt bitte alle mit Continental - ein echter Tipp.


ps. Vielleicht sollte man noch sagen, dass hier an Board aber alle Stewardessen erstens alt bis sehr alt und zweitens total unfreundlich sind. Ich bin jetzt auch schon ein paar Mal im Leben geflogen, aber die haben aber echt alle Haare auf den Zähnen. Man kann sich also aussuchen, bei Lufthansa ist das Luftpersonal freundlich, i.d.R. gut aussehend, nett sowie meistens noch kein Methusalem. Dafür sind die Flugzeuge aber gefühlt aus den Fünfzigern. Oder man fliegt mit CON: dort sind die fliegenden Kellner mehr Gefängnisaufseher aber dafür ist das Flugzeug auf dem neusten Stand der Technik. EDIT: NUR BEI INLANDSFLÜGEN

Gruß Steven


**Im Flugzeug auf direktem Weg per Luftlinie nach New York (mein 1. Mal hui-jui-jui)**

Hallo ihr lieben daheim gebliebenen, also zunächst sei gesagt, dass bei unserem Flug alles andere als Langeweile aufkommt. Steven hat ja bereits aufgezählt, welch umfangreiches „Unterhaltungs-Angebot“ CONTINENTAL bietet. Eben noch bei der Komödie „bedtime stories“ gelacht und jetzt nach einem kurzen –aber wichtigen- Nickerchen bin ich also mit meinem notebook beschäftigt. Zwischendurch habe ich den 4. Teil der „Biss-Saga“ gelesen und begleitend den Soundtrack zum 1. Teil „twilight“ gehört... Authentischer ist fast nicht möglich. Da vergehen die vorhin doch noch stark vorhandenen Gedanken an euch, der Kloß im Hals, der mir die Sprache verschlug und die unterdrückten Tränen wie im Fluge (Da muss ich an dieser Stelle aber kurz noch etwas klarstellen: wer mich kennt –jeder einzelne von euch bestens-, der kann sich denken, dass ich bei einem Abschied dieser Art im Kreise meiner Liebsten natürlich ein Gefühl von „Herzschmerz“ empfinde. Gerade wenn ich in den starken Armen meines geliebten Papas stehe oder in das angespannte tränenunterdrückte Gesicht meiner Super-Mami [wir haben uns wacker geschlagen, Mama] blicke. Mein Einwand kommt jetzt: dennoch freue ich mich natürlich sehr über diese Reise und alles andere, was ihr vorhin am Flughafen vielleicht vermutet habt, davon könnt ihr euch verabschieden. Kurz und knackig, wie vorhin von uns…) das dazu!

Oh und bei diesen Gedanken an heute Morgen finde ich jetzt ein Lächeln auf meinen Lippen wieder, weil es toll war, dass ihr –liebe Familie- allergrößtenteils zum Abschied gekommen seid. D A N K E

Jen musste leider absagen, ist aber entschuldigt… ;) „Omi“ und Ulla auch.

Time to destination: 01:58h.

Das heißt wir rücken unserem vorübergehenden Domizil immer näher und mit jeder doch so schnell an uns vorbeiziehenden Meile vergrößern sich die Spannung und die Neugierde auf das, was uns dort erwartet.

…und meinetwegen könnten die grimmig drein schauenden Damen, die für den Service zuständig sind, gern noch mal mit einer Cola light vorbeischauen. Eine Stewardess ist übrigens gut aussehend und in ihrem Gesicht steht stets dieses allbekanntlich-superfreundliche Flugpersonal Lächeln. Und woran liegts? Im Gegensatz zu den anderen ist sie eine Deutsche (nein, wir sind nicht patriotisch;))

Bevor ich ausschweife: bis später!

Es ist jetzt 14:30 Uhr Ortszeit (bei euch demnach 20:30h) und wir sollten planmäßig seit einer Stunde und zehn Minuten in unserem Anschlussflug nach San Diego sitzen… Planmäßig.. Eigentlich.. Wär schön gewesen wenn, aber... es muss ja immer einen Plan B geben und der lautet wie folgt:

Wir haben es uns gänzlich übermüdet auf den harten Holzstühlen bei Mc D. auf dem Flughafen in New York gemütlich gemacht. Dank einer viiiiiiiel zu langen Schlange vor dem Handgepäcks-Check und einer völlig schlechten Organisation bei der (Körper)fülle an Menschen, haben wir am Gate angekommen nur noch das Flugzeug verschlossen wegrollen sehen. Und das 3min. nach Abflugszeit… Direkt vor uns in der Schlange stand ein ähnlich entspannter Familienvater mit gefühlten 100 Einzelteilen einer oder mehrerer Kinderkarren, die vor und zurück auf dem Laufband den Computer passierten. Mit offenen Schuhen (oder vielmehr einen hielt ich noch in den Händen), ohne Gürtel, den unverschlossenen Taschen und den notebooks unterm Arm eilten wir zum Gate… Zu spät!! „Please contact the CONTINENTAL-Servie-Center.“, entgegnete uns die Dame beim Gate. Aber mit dem schönsten Lächeln von Prince Charmin haben wir dann netterweise die hinterletzten Plätze in dem nächsten Flug nach San Diego (4 Std. später) bekommen. Da hatten wir scheinbar wirklich Glück, denn während die Dame im Computer nach Flug-Möglichkeiten suchte, uns irgendwie in Richtung Kalifornien zu bekommen, murmelte sie ständig nur „sold out“, „sold out“, „sold out“…

Hinzu kommt, dass ich mich schon fast ein wenig wunderte, ob wir nicht in Spanien oder Mexico gelandet sind, dem hier überwiegend umher laufenden Flughafenpersonal nach zu urteilen. Aber immerhin sind wir hier schon mal richtig und haben uns jetzt schon mal vor dem richtigen Gate platziert (, welches glücklicherweise direkt bei der Essmeile liegt).

Das Gepäck soll übrigens zur selben Zeit am selben Ort wie wir parat stehen, ebenso wie unser Transfer-Shuttle zu unserer Uni. Ich weiß nicht, wer von euch es war, aber irgendjemand muss die nette Dame von unserer EF-Schule schon auf Jana-Verplaner vorbereitet haben, denn mit einer ruhigen vertrauten Stimme fragte sie nur, wann wir denn stattdessen ankämen und dass wir dann selbstverständlich abgeholt werden. Wie als hätte sie jemand konkret auf uns beide vorbereitet.

Es macht mir so viel Spaß das Vergangene nieder zu schreiben.. Vielleicht sollte ich Schriftstellerin werden, mal was anderes :).

Naja, Steven hat gerade nur auf den Desktop geblickt und sagte nur: „Keine Romane. Das liest eh’ keiner.“ Ich glaube schon, aber vorerst reicht es. Viele liebe Grüße

PS: die kennen hier keine Apfelschorle, die Deppen und die Cola-light schmeckt nach Chlor, aber das Essen lässt sich essen.


LG JANA

4 Kommentare:

  1. Mama und Papa Langbein9. April 2009 um 22:46

    Hallo ihr Zwei,
    schön aus eurer Sicht zu lesen, wie der Flug
    und alles, was damit verbunden war, in euch
    emotional abgelaufen ist.
    Ich freue mich auf mehr Infos und Uwe auch.
    Liebe Grüße Mama und Papa

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  2. schön, dass ich Euch schon etwas eingelebt habt! Vielleicht berichtet auch Steven mal von der Schule und seinen Fächern, bin sehr gespannt seinen Eindruck von den ersten Tagen zu erfahren!
    Viel Spaß mit Jenny und ein schönes Wochenende
    Euch drei!
    Liebe Grüße
    Homay

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  3. Hi ihr 2,
    schöne Grüsse aus dem sonnigen München.
    Ist ja echt interessant euer blog.
    wie man sieht habt ihr euch gut an die amis gewöhnt.
    Attila

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  4. Der HSV ist noch an der Meisterschaft dran !

    Uli Hoeness.

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